Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

 

DIAGNOSE HÖRGESCHÄDIGT

Was Eltern hörgeschädigter Kinder wissen sollten

 

von Olaf Fritsche und Karin Kestner

Titelbild des Buches

ISBN 3-00-009496-5
erschienen 2003

21,50 €  zzgl. Versandkosten

 

Verlag Karin Kestner

Hufgarten 4b

34302 Guxhagen

 

 

Inhalt und Beurteilung

 

Das Buch beschäftigt sich in gut gegliederten Kapiteln mit den Themen

  • Am Beginn eines anderen Weges
  • Hören und Nichthören
  • Diagnostische Verfahren
  • Ihr Kind ist hörgeschädigt
  • Frühe Schritte und die ersten Jahre
  • Technische Hilfsmittel
  • Formen der Kommunikation
  • Schulen und Ausbildung und
  • Finanzielle Tipps.

 

Ein Anhang mit vielen Adressen von Verbänden und Vereinen, Schulen und Beratungsstellen, sowie Berufsbildungswerken rundet den Inhalt ab. 

 

Auf der Umschlagrückseite heißt es:
„[...] Dieses Buch erklärt Ihnen in verständlicher Form, was Eltern von Kindern im Säuglings- oder Kleinkindalter über die Hörschädigung wissen möchten und sollten. Es fängt sie auf in Ihrer Angst, beschreibt die medizinischen Grundlagen und Untersuchungsmethoden, die verschiedenen  technischen Hilfsmittel, wo Sie praktische Hilfen und Unterstützung bekommen können, welche Möglichkeiten Sie haben, mit Ihrem Kind zu kommunizieren, wie Sie finanzielle Zuschüsse und Erleichterungen erhalten und was bei der Wahl eines Kindergartens oder einer Schule zu beachten ist. [...]“

 

Diesem hohen Anspruch wird das Buch im Rahmen dessen, was Bücher vermögen, gerecht.

Das Buch kann nicht die Gespräche mit gut beratenden Fachleuten und betroffenen Eltern ersetzen, bietet aber eine gute Grundlage dafür. Es regt zu Diskussionen und Nachfragen an.


Der Adressatenkreis „Eltern“ ist zu eng gefasst. Auch für andere Personen, die Kontakt mit hörgeschädigten Kindern haben z.B. Erzieher/innen und Lehrkräfte in allgemeinen Kindergärten und Schulen, in denen hörgeschädigte Kinder integrativ beschult bzw. betreut werden, ist das Buch informativ und führt oft zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Hörschädigung.

 

Den von einigen Fachleuten geäußerte Vorwurf, das Buch sei für die Eltern schwerhöriger Kinder zu gebärdenlastig, kann der Autor der Stellungnahme nicht nachvollziehen. Gebärden werden positiv dargestellt, doch werden andere Kommunikationsformen nicht disqualifiziert.

 

Essen, 18. Januar 2007

Karl- J. Salber-Correia

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