Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

 

 

Förderschwerpunkt Hören - Im Fokus

Reihe des ISB Bayern zu zentralen Themen der Hörgeschädigtenpädagogik

 

Mehrteilige Artikelserie  des Arbeitskreises „Standards im Förderschwerpunkt Hören“

Leitung: SOL‘in Kirsten Binder

Bisher liegen vor:

  • Teil 1 - Hörerziehung
  • Teil 2 - Rhythmisch-musikalische Erziehung
               als Unterrichtsprinzip in der Sprech- und Spracherziehung
  • Teil 3 - Hörtechnik

Zu beziehen über: www.isb.bayern.de (als PDF- Datei kostenfrei)

Anliegen:

Die derzeitigen aktuellen Entwicklungen verlangen es, hörgeschädigte Kinder  im Rahmen des inklusiven Unterrichtes in allen Einrichtungen qualitativ hochwertig und nachhaltig zu begleiten.

Der Mobile Sonderpädagogische Dienst (MSD) Hören soll somit ein Arbeitsmaterial in die Hand bekommen, das ihn unterstützt, sowohl die hörgeschädigten Schüler zu betreuen, als auch alle anderen beteiligten Personen fachlich anzuleiten. Zentrale  hörgeschädigtenspezifische Unterrichtsprinzipien sollen so allen Beteiligten als Information komprimiert dargestellt angeboten werden.

 

Gestaltung:

Teil 1 – Hörerziehung (4 Seiten)

Die Gliederung  umfasst folgende Schwerpunkte:

Hören – ein Lernprozess; Hörerziehung – Begriffsklärung; Hörerziehung – Parameter; Hörerziehung – fächerübergreifendes Unterrichtsprinzip; Hörtraining – ein Teil der Hörerziehung – Praktische Beispiele; Medien und Materialien

 

Der Text ist prägnant formuliert und wird durch Illustrationen in Form von Bildmaterial und Grafiken anschaulich. Die Struktur des Textes erweist sich als leserfreundlich und ist inhaltlich gut verständlich.

 

Teil 2 - Rhythmisch- musikalische Erziehung als Unterrichtsprinzip in der Sprech – und Spracherziehung (4 Seiten)

Gliederung:

Begriffsklärung; Bedeutung und Ziele; Hinweise zum Unterricht; Praktische Übungen; Materialien

 

Im ersten Abschnitt differenzieren die Autoren den Begriff Rhythmisch-musikalische Erziehung als Fach von dem des Unterrichtsprinzips. Die weiteren Ausführungen thematisieren das Letztere und arbeiten dann mit der Abkürzung RME.  Die Ausführungen zu RME sind am Beispiel des Faches Deutsch erläutert und zeigen an verschiedenen praktischen Übungsbeispielen  Möglichkeiten der Anwendung von RME in der Grundschule. Dabei werden verschiedene Lerninhalte angesprochen:

Lockerungs- und Atemübungen; Spielerischer Umgang mit der Stimme; Buchstaben; Wörter; Wortschatz; Sätze; Reime, Sprechverse, Gedichte, Liedtexte.

So soll der Lehrer angeregt werden, Arbeitsformen auszuwählen und im Unterricht flexibel einzusetzen. 

 

Teil 3 – Hörtechnik

Gliederung:

Einführung; Pädagogischer Auftrag; Hörgeräte; Cochlea Implantate; Individualhöranlagen und Klassenhöranlagen; Zubehör; Quick-Check-Programme zur Hörgerätekontrolle, zur CI-Kontrolle und zur Kontrolle von Höranlagen; Glossar

 

In einer knappen Übersicht stellt der Teil 3 einen Überblick über die derzeit verfügbaren technischen Hörhilfen dar. Hinweise zur Handhabung und zum richtigen Einsatz der verschiedenen Hörhilfen werden ergänzt durch eine Darstellung eventueller Fehlerquellen (Funktionsüberprüfung und Quick-Check-Programme).

Hiermit hat der Leser ein Material zur Verfügung, das ihm helfen kann, mit der Hörtechnik der ihm anvertrauten Kinder sicherer und effizienter umzugehen.

 

 

Empfehlung:

Das mit den drei ersten von den neun angekündigten Teilen veröffentlichte Material Förderschwerpunkt Hören - Im Fokus kann sowohl in der täglichen Arbeit mit Kindern, als auch in Fortbildungen für Lehrkräfte eingesetzt werden und ist dafür uneingeschränkt zu empfehlen.

Vorausgesetzt wird von den Autoren allerdings das Vorhandensein von Fachwissen. Mindestens muss aber die Unterstützung durch ausgebildete Hörgeschädigtenpädagogen im MSD gewährleistet sein, damit die in dem Material dargestellten bewährten Prinzipien der Hörgeschädigtenpädagogik mit den entsprechenden fachspezifischen Maßnahmen auch im gemeinsamen Unterricht richtig eingesetzt und wirksam werden können.

 

Trier, im April 2012

Angela Kühmel  

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