Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen



Abenteuer in Gebärdensprache: Max und Paul lernen tauchen
Bilderbuch + Online-Video in DGS 

Filip und Hilde Verhelst

Übersetzung aus dem Flämischen von Dieter Raupach
Edition Concordare, Verlag der Editionen KG, Berlin 201425 Seiten bzw. 8 min

ISBN: 978-3-942108-10-2
16,80 Euro

 

Zum Inhalt:
Der kleine taube Löwe Max bekommt von seiner Mutter einen Tauchkurs in einem Schwimmbad geschenkt.
Zusammen mit dem Zebra-Jungen Paul und einer dolmetschenden Ziege erhält Max seine erste theoretische Tauchlektion. Da man unter Wasser gesprochene Sprache nicht benutzen kann, müssen sich alle mit Hilfe von Gebärdensprache verständigen. So lernt Paul seine ersten Gebärden. Dann beginnen alle mit praktischen Tauchübungen. Als Paul ein Problem mit seiner Druckluftflasche bekommt, kann er sich mit Max durch Gebärden verständigen und wird von ihm gerettet. Paul meint, die Gebärdensprache hätte ihn gerettet.

Die Bilder des Buches sind in einem sehr bunten Cartoon-Stil gezeichnet. Die dargestellten Figuren sind stark vermenschlichte Tiere – lediglich die Köpfe, Schwänze und die Fell-Farben sind tierischer Natur – Extremitäten, Bekleidung und Verhalten sind typisch menschlich.
Die Figuren haben nur vier Finger. Da recht wenige Gebärden benutzt werden, stört dies glücklicherweise kaum.

Den Zugang zum Online-Film erhält man mittels eines QR-Codes und eines Passwortes.
Dort wird die Geschichte in Deutscher Gebärdensprache vor den Bildern des Buches gut verständlich erzählt, ergänzt durch einige kleinere Animationen – leider ohne Ton und Untertitel.

Zum Einsatz im Unterricht:
Das Buch ist für den Einsatz in der Grundschule geeignet: In Klassen, in denen gehörlose Kinder inklusiv beschult werden, verschafft die Geschichte Gesprächsanlässe, um einzelne typische Merkmale der Gehörlosenwelt kennenzulernen (u.a. Lichtwecker, Dolmetscher, Gebärdensprache, Unterhaltungen durch Fensterscheiben). Für Schüler/-innen an Förderzentren oder in der Inklusion kann das Buch identitätsstiftend genutzt werden, da die Gebärdensprache sehr positiv dargestellt wird.

Aus der Praxis:
Die Geschichte wurde Schüler/-innen einer inklusiven Schulanfangsphase (1.-3. Klasse) vorgelesen. Da die Kinder schon längere Erfahrungen mit den gehörlosen Mitschülern hatten, gab es relativ wenig Nachfragen. Das Buch sollte deshalb eher bei der Neugründung einer inklusiven Klasse eingesetzt werden.  

 

Trier, im November 2015

 

Kathleen Wengler (Erfahrungen aus der Praxis: Jens Schüler) 

 

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