Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

 

Alice im Wunderland

Titelbild des Buches

Eine Graphic Novel von Xavier Collette (Illustration) und

David Charvel (Text)

nach dem Roman von Lewis Carroll

 

Buch: 72 Seiten sowie 3 Seiten Recherchen (Skizzenauswahl)

Preis: 15,80 €

ISBN: 978-3-940864-11-6

Verlag: Splitter Verlag, 2010

Der Klassiker Alice im Wunderland von Lewis Carroll (Pseudonym des Mathematikers Charles L. Dodgson) erschien 1865 und hat seitdem viele Übersetzungen, Bearbeitungen für das Theater sowie Verfilmungen erfahren. Darüber hinaus inspirierte er zahlreiche bildende Künstler/innen.

An einem Sommertag langweilt sich die fünfjährige Alice im Garten, als ein weißes Kaninchen an ihr vorbeiläuft, dabei eine Uhr in der Hand hält und verzweifelt ausruft: „Jemine! Jemine! Ich komme bestimmt zu spät!“ (zitiert nach Lewis Carroll; Alice im Wunderland. Frankfurt 1978, 12). Sie folgt ihm in einen Kaninchenbau hinein und nimmt schon während des Falls merkwürdige Dinge wahr: Raum und Zeit verschieben sich ganz eigenartig. Unten angekommen, erlebt Alice bei der Suche nach und der Verfolgung von dem Kaninchen allerlei skurrile Abenteuer. Am Ende erwacht sie im Garten im Schoß ihrer Schwester mit den Worten: „Ach, und ich hatte einen so seltsamen Traum!“ (Carroll; 1978, 125)

 

Die Graphic Novel folgt der Vorlage sehr genau. Dabei mag die gelegentlich abweichende Wortwahl für prägnante Figuren oder Ereignisse an der Übersetzung aus dem Französischen liegen (Caucaus-Rennen anstatt Proporz-Rennen oder Murmeltier anstatt Schlafmaus). Die graphische Umsetzung trägt viel zum Verständnis bei, erfordert aber Lesefähigkeiten für die Bildsprache von Comics. Sprachlich sind viele Wortspiele, Sprachwitze und Anspielungen des Originals erhalten. Deshalb ist eine Lektüre auch für lesestarke hörgeschädigte Schüler/innen nur mit Unterstützung durch zusätzliche Materialien vorstellbar, um ein Verständnis auf allen Ebenen zu erreichen. Dies können auch Verfilmungen sein.

 

Heidelberg, im April 2013

Dr. Renate Poppendieker

Zurück