Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

Als ich klein war ...

Kleine Geschichten von großen Hörgeschädigten und Hörenden Herausgegeben von der Projektgruppe „Materialien für Gehörlosen- und Schwerhörigenkunde“ an der Ludwig Maximilian Universität München unter der Leitung von Frau Dr. Helga Voit

Restbestände des Buches sind zu beziehen zum Einzelpreis von DM 7.-  über: 
Projektgruppe"Materialien ..." 
Lehrstuhl für Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik 
80802 München, Leopoldstraße 13

Fax: 089/2180-6320

Mail: alsichkleinwar@web.de

Kleine Geschichten, genauer gesagt 33 Geschichten in sieben Abschnitte unterteilt, schildern die kleinen und großen Nöte der über zwanzig hörenden und hörgeschädigten Autoren.

Dieses kleine Buch nimmt man gerne in die Hand, um sich eine Geschichte für die kleinen Leser und Leserinnen auszusuchen. Die Idee war ganz einfach und doch so wichtig, Erwachsene sollten kleine Kindheitserinnerungen zusammentragen, um Material für ein Unterrichtsprojekt „Gehörlosenkunde“ zusammen zutragen und diese für Kollegen, die hörgeschädigte Kinder unterrichten, zur Verfügung zu stellen.

Aus fachpädagogischer Sicht kann dieser Versuch nur begrüßt und als gelungen bezeichnet werden. Die verschiedenen Texte sind flüssig und locker geschrieben, ohne dass der Adressatenbezug „hörgeschädigter Leser“ aus dem Auge verloren würde. Jeder Text stammt „aus dem Leben“ und es kann häufig ein Bezug zu eigenen, ähnlichen Erlebnissen geschaffen werden.

Es werden Ereignisse thematisiert, die im Erfahrungsbereich der Leser liegen. Sie sind weder zu lang noch langweilig, was dem Lehrer (oder den Eltern und Selbstlesern) die Arbeit mit der handlichen Broschüre erleichtert. Schließlich soll Lesen in erster Linie auch Spaß machen und Neugier auf mehr wecken. Auch die Einteilung der Herausgeber in drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade ist sehr nützlich und hilft bei der Auswahl aus dieser Fundgrube. Eine schöne und nachahmenswerte Idee ist übrigens, dass sich alle Autoren im Vorwort selber vorstellen, und sich so der Leser einen Eindruck von dem Schreiber der Geschichte machen kann.

Bei einer Neuauflage wäre der Broschüre eine farbige Gestaltung zu wünschen, unter Umständen durch Wegfall des Hochglanzdruckes. Vielleicht ist hierbei eine Anleihe an dem unschätzbaren Fundus des „Bunten Blattes“ erlaubt, das ja leider seit einiger Zeit sein Erscheinen eingestellt hat.

 

Erfurt, 20. November 2001

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