Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

Evangelien in Deutscher Gebärdensprache

 

Das Erzbistum München und Freising veröffentlicht auf seiner Homepage Evangelien in Deutscher Gebärdensprache.

 

Sie sind zu finden über: http://www.erzbistum-muenchen.de/Page036600.aspx

 

Der Pfad im Browser lautet:
Seelsorge, Beratung und Soziales/Menschen mit Behinderung/Gehörlose, hörgeschädigte und taubblinde Menschen/Evangelien in DGS.

 

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Überall auf der Welt wird jeden Sonntag im katholischen Gottesdienst das gleiche Evangelium gelesen. Damit auch hörgeschädigte und gehörlose Menschen barrierefreien Zugang zu diesen Texten haben, bietet die Gehörlosenseelsorge des Erzbistums München und Freising wöchentlich online ein Gebärdenvideo zum jeweils aktuellen Evangelium an.

 

Die Texte werden seit März 2014 vom gehörlosen Gebärdendolmetscher Kilian Knörzer gebärdet und sind in der Regel ca. 3 Minuten lang. Die Videos sind mit Untertiteln versehen. Teilweise wird zusätzlich ein ebenfalls untertiteltes Gebärdenvideo mit einem Kommentar zum Evangeliumstext angeboten. Die Kommentartexte sind von Frau Angelika Sterr, einer hörenden Mitarbeiterin der Gehörlosenseelsorge, verfasst.

 

Ebenso finden sich auf der Seite Gebärdenvideos, die allgemeine Begriffe aus dem theologischen Wortschatzbereich erläutern, so zum Beispiel „Was sind die Pharisäer?“ oder „Was bedeutet Sabbat?“. Auch diese Videos sind untertitelt.

 

Über eine alphabetische Liste aller bereits produzierten Gebärdenvideos kann man sich informieren, welche Texte in dieser Form vorliegen und jederzeit online abgerufen werden können. In der Zeit vor März 2014 wurden diese von Günther Bacher, einem hörenden Diplom-Theologen und langjährigem Religionslehrer an der Gehörlosenschule gebärdet.

 

Verwendbarkeit im Unterricht:

 

Die Videos können als ein Element im Religionsunterricht eingesetzt werden und bieten eine gute Alternative zur Lehrererzählung. Die Kommentare können bei der Erschließung der Texte und der Deutung der Inhalte hilfreich sein. Ebenso kann man die allgemeinen Begriffserklärungen themenbezogen im Unterricht einsetzen. Somit ergibt sich eine Möglichkeit, hörgeschädigten gebärdensprachorientierten Schülern die oft komplexen und abstrakten Begrifflichkeiten in Bibeltexten in Gebärdensprache zu präsentieren und Zugang zu den Deutungsebenen zu erleichtern.

 

Durch die Untertitelung eignen sich diese Texte auch besonders gut zum Einsatz im gemeinsamen Unterricht.

 

Erfurt, im Mai 2015

Ulrike Schmid

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