Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

Hörwin in Phantasien

von Sieglinde Breidtschwerdt

Titelbild

Median-Verlag von Killisch-Horn GmbH,Heidelberg 1996
ISBN: 978-3-6922766-23-0

 

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Best.Nr.:  59011

Das vorliegende Kinderbuch erzählt die phantastische Geschichte des Hörgerätes Hörwin. Sie führt den Leser in einen fiktiven Feenturm mit märchenhaften Bewohnern, die  mit ihren Namen als anschauliche Vertreter für Begriffe aus der Akustik stehen (Panilau, Panilei und Archivar Dezibell). Mit den Mitteln des Märchens erzählt die Autorin eine Geschichte, die kleineren und größeren Kindern mit Phantasie und Spaß eine  Vorstellung von den Vorgängen um das Hören und die Hörtechnik veranschaulichen soll. Liebevolle Illustrationen begleiten die Erlebnisse der märchenhaften Figuren und des realen kleinen Jungen Markus mit den Menschen aus seinem Umfeld.

 

Die beiden Feen Panilau und Panilei begegnen dem Jungen auf dem Markt. Markus verursacht dort gerade ein großes Malheur, weil er nicht gehört hat, wie ein Gemüsehändler seine große Schubkarre vor sich her schiebt. Markus hört weder das Räderknirschen, noch die lauten Rufe des Mannes – die Karre kippt um und fällt in den Eierstand... Markus bekommt Hilfe. Er erhält von einem freundlichen HNO-Arzt zwei schöne Hörgeräte verordnet. Die Feen verfolgen gespannt, wie Markus das Hören lernt. Im märchenhaften Feenturm erklären die handelnden Figuren durch ihre Namen, ihr Handeln und ihre Gespräche auf einfache Weise Begriffe und Fakten zum Thema Hören. Eines Tages gerät Markus aber in ein schreckliches Unwetter. Der Lärm des Donners erschreckt ihn so, dass er sich in Panik die Hörgeräte aus den Ohren reißt und sie nie mehr tragen will. Voll Mitleid helfen die Märchenfiguren und retten zunächst die weggeworfenen Hörgeräte.

 

Zauberflocken lassen eines der beiden Geräte „Lebendig" werden – es erhält den Namen „HÖRwin" . Das zweite Hörgerät ist kaputt und muss von Minchen, der technisch hochbegabten Haushälterin repariert werden. Die beiden Feen und Hörwin besuchen indessen Markus und laden ihn zum Hörunterricht ein. Der Junge lässt sich von den phantastischen Figuren bezaubern und reist verkleinert mit nach Phantasien. Dort erhält er eine Stunde zauberhafte Hörerziehung, die ihm die Angst vor den vielen unbekannten Geräuschen nimmt. Die heitere Geschichte endet mit einem fröhlichen Kind und einer hochmotivierten kleinen Gesellschaft von „hörgerichteten Märchenspezialisten".

 

Mit „Hörwin in Phantasien" liegt ein Kinderbuch vor, das durch die einfühlsamen  und doch unterhaltsamen Geschichten dazu beiträgt, das Verständnis und die Akzeptanz  für schwerhörige  Menschen in unserer Gesellschaft zu fördern. Das Buch ist als Vorlesebuch für Kinder geeignet, die im Vorschul- und Grundschulalter  mit Hörgeräten versorgt worden sind, sowie für deren familiäres und schulisches Umfeld.

Erfurt, im November 2007

Angela Kühmel

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