Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

Maga und die verzauberten Ohren
von Marina Ribeaud und Patrick Lautenschläger / Illustration: Sonja Rörig
Allschwil (CH), 2007
44 Seiten, gebunden

Titelbild des Buches

ISBN-10: 3952317128
ISBN-13: 978-3952317129

 

20,70 € 
zzgl. Versandkosten

 

Verlag Fingershop, CH

Baslerstr. 356

CH 4123 Allschwil

Zum Inhalt

 

Maga und ihr Bruder Saki sind Hexenkinder, die im Hexendorf Drudian leben. Dort können alle Menschen zaubern. Leider kann Maga nicht so gut zaubern wie die anderen Dorfbewohner, weil sie wegen ihrer Gehörlosigkeit „oft die Zaubersprüche falsch aufsagt.“ Deshalb passieren ihr Pannen beim Zaubern.
Eines Tages gerät sie mit ihrem Bruder in den Garten der bösen Hexe, die sie beide mit einem Fluch in Stein verwandeln will. Dies gelingt ihr aber nur bei dem hörenden Bruder. Maga kann zurückfliegen und ihren Eltern über das Unglück berichten.

„Die Eltern können Maga zwar nicht richtig verstehen, aber sie begreifen sofort, dass etwas Ernstes passiert ist.“ Beim Hexenmeister erhalten die verzweifelten Eltern die Auskunft, dass nur eine Hexe, die den Fluch überlebt hat, die in Stein verwandelten Kinder befreien kann. „Die Hexeneltern sind traurig. Sie sind überzeugt, dass Maga nie so gut zaubern lernen kann, dass sie ihren Bruder befreien könnte.“ Doch sie erhoffen sich für Magas Ohren Hilfe vom Hexendoktor. Der will Maga gesunde Ohren zaubern. Das geht schief, denn Maga bekommt riesige Segelohren, kann aber nicht besser hören und zurücknehmen kann der Doktor den Zauber auch nicht, das kann nur Maga selber tun.

Im Hexendorf wird Maga nun mit ihren auffälligen Ohren zum Gespött der Kinder. Da beschließen die Eltern mit ihr zur Naturhexe zu gehen. Diese sagt: „Maga muss zaubern lernen, um sich selbst und ihren Bruder helfen zu können.“  Sie erinnert sich, dass sie von einer Zauberschule für Gehörlose gehört hat. Dort werde in Gebärdensprache unterrichtet. Nun besucht Maga die Hexenschule für Gehörlose. „In der Schule sprechen alle Kinder und alle Lehrer mit den Händen.“ Maga fühlt sich hier wohl, da sie schnell genug gebärden lernt und somit alles versteht, „was um sie herum passiert.“ Schließlich hat sie genug gelernt und sie befreit sich selber von den großen Ohren und alle versteinerten Kinder von dem Fluch der bösen Hexe. Diese wird nun selber zu Stein.
Am Ende gibt es ein großes Fest, zu dem eine Gebärdensprach-Dolmetscherin kommt und alle Gespräche für Maga übersetzt.

Zusammenfassung und Beurteilung

 

Die Geschichte ist gut gemeint. Zielgruppe sind hörgeschädigte Kinder. Es handelt sich um ein Vorlesebuch, da Wortwahl, Satzstruktur und Textlayout so gestaltet sind, dass es sich zum Selberlesen nicht eignet.

Man kann sich durchaus vorstellen, dass sich Kinder von der Farbgestaltung und den gezeichneten Figuren des Bilderbuchs ansprechen lassen.

Bamberg, im Dezember 2008

Dr. Renate Poppendieker

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