Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

Das persönliche Budget

Geld vom Staat für ein selbstbestimmtes Leben

Ein Heft in leichter Sprache

Mensch zuerst – Netzwerk People First Deutschland e.V.

 

zu beziehen über: www.menschzuerst.de

 

Preis: 1,50 € zzgl. Versandkosten

Inhalt und Beurteilung

 

Das Netzwerk „Mensch zuerst – Netzwerk People First Deutschland e.V." hat sich unter anderem das Ziel gesetzt, Informationen in Leichter Sprache – eine Sprache, die alle Menschen gut verstehen können – herauszugeben. In diesem Fall handelt es sich um Informationen zum persönlichen Budget.

 

Auf zehn DIN A4-Seiten werden folgende Fragen beantwortet:

- Was ist das Persönliche Geld?

- Was ändert sich mit dem Persönlichen Geld bei der Arbeit?

- Was ändert sich mit dem Persönlichen Geld beim Wohnen?

- Wie bekommen Sie das Persönliche Geld?

- Was bezahlen Sie mit dem Persönlichen Geld?

- Welche Vorteile und welche Nachteile gibt es?

- Wer  kann beraten?

 

Jede Seite beginnt mit einer dieser Fragestellungen. Dabei wird mit Bild und Text die bisherige Situation mit der verglichen, wenn man das Persönliche Budget – in Leichter Sprache: das Persönliche Geld – bekommt. Die Sätze sind in optimierter Form dargeboten, es kommen höchstens einfache Nebensätze vor und es gibt keine Passiv-Formulierungen. Es wird immer anhand eines Beispieles erklärt und mit Illustrationen veranschaulicht.

 

Meines Erachtens ist dieses Material für den Unterricht mit gehörlosen oder schwerhörigen Schüler/innen ohne zusätzliche Beeinträchtigung oder Behinderung nicht geeignet. Hier können anspruchsvollere Formulierungen  – vor allem im Bilingualen Unterricht – verwendet werden.

 

Arbeitet man jedoch mit Schüler/innen, die zusätzlich zu ihrer Hörbehinderung im Lernen beeinträchtigt sind, aber über eine gute Lesefähigkeit verfügen, ist dieses Heft gut geeignet. Für Schüler/innen mit einer zusätzlichen geistigen Behinderung käme eher eine DGS-Version dieser Broschüre in Leichter Sprache in Frage. Hier gilt es zu prüfen, ob die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales herausgegebene DVD zu diesem Thema eine Alternative darstellt.

 

Hamburg, im April 2010

Dr. Renate Poppendieker

 

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