Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

Quatschhaus

Bild des Spiels

Die witzige Bilderjagd vom Keller bis zum Dach

 

Illustration: Vera Brüggemann

 

Layout: Sigrid Hecker

 

Inhalt: Spielplan, 16 Zimmerkarten, 20 Bildkarten (= Ereigniskarten), vier Spielfiguren und ein Zahlenwürfel

 

Prolog, Therapie- und Lernmittel

ISBN: 4040555174142

  

www.prolog-shop.de

  

Preis: 29,95 €

 

 

 

Die 16 Zimmerkarten werden entweder nach Lust und Laune im Spielplan ausgelegt – so ergeben sich bei jedem Spiel wieder neue Varianten – oder entsprechend der Farbvorgabe an den Wänden oder Fußboden. Die Spieler/innen würfeln und setzen entsprechend ihre Spielfigur. Bei einer Sechs – oder als Variante – bei Erreichen eines roten Feldes – ziehen sie eine Ereigniskarte und suchen den darauf abgebildeten Gegenstand im Spielhaus. Bei Erfolg müssen sie auf das rote Feld der Zimmerkarte – vor oder zurück – ziehen. Gewonnen hat am Ende, wer genau das Gespensterfeld im Dachboden erreicht. Anders als beim Spielhaus sind hier verrückte Situationen auf den Zimmerkarten abgebildet: Ein Junge in Winterkleidung in der Sauna, im Aquarium schwimmen nur Fischskelette, die Klopapierrolle hängt im Treppenhaus, der Hase hat Löffel anstatt Ohren, auf dem Wasserhahn sitzt ein Hahnenkopf etc.

Es gilt die gleiche Einschätzung wie beim Spielhaus:

Während der Vorbereitung und Spielphase ergeben sich zahlreiche Gesprächsanlässe, die in jeder Sprache erfolgen können, in Deutsch genauso gut wie in Deutscher Gebärdensprache. So kann z.B. beim Auslegen der Zimmerkarten darüber gesprochen / gebärdet werden, was sind denn das für komische Zimmer! Das Quatschhaus ermöglicht es nach vertrauten Regeln (siehe Spielhaus) weiter zu spielen und neue Impulse zu setzen. „Was stimmt hier nicht?“ mit der – für viele gehörlose Kinder schwierig zu beantwortenden Frage – „Warum stimmt das nicht?“

Dabei ist die Tatsache, dass es sich bei den Ereigniskarten oft um Teekesselwörter handelt, für gehörlose Grundschüler / innen erst einmal nebensächlich.

Die genaue Beobachtung wird durch die vielen Details in den Räumen und die Ereigniskarten im Spiel immanent angeregt. Viele Begrifflichkeiten können so „nebenbei“ erfragt und besprochen werden, eine spielerische Wortschatzarbeit ist möglich.

Die Bildgestaltung ist kindgerecht und interessant.

Die Spielregeln sind klar, gut zu verstehen und trotzdem variabel.

Im Vordergrund steht der Spielverlauf und nicht das Gewinnen.

Testspieler waren Schüler/innen einer 2. Klasse (gehörlos) mit stark unterschiedlichen sprachlichen Hintergründen.

Den Kindern hat es Spaß gemacht! Der Lernhintergrund ist ihnen dabei nicht aufgefallen.

Dank an meine Kollegin Angelika Wiechel, die das Quatschhaus in ihrer Lerngruppe ausprobiert hat und mir die Stichwörter für diese Stellungnahme geliefert hat.

 

 

 

Erfurt, im September 2011

 

Dr. Renate Poppendieker

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