Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

Schilly-Billy Superstar

Titelbild des Buches

(aus der Reihe light: einfache Sprache, spannend und authentisch!)

 

von Heidemarie Brosche

Taschenbuch 135 Seiten

ISBN 978-3-86760-111-5

€ 4,90

 

Begleitmaterial zu Schilly-Billy Superstar:

Materialien & Kopiervorlagen zu Schilly-Billy

von Heidemarie Brosche und Astrid Rösel

Broschüre DIN A4, 64 Seiten

ISBN 978-3-86760-411-6

15,50 €

www.hase-und-igel.de

Der 14-jährige Billy hat ein Problem: Seine Lehrer haben ihm das Handy abgenommen, weil er damit wieder einmal in der Pause erwischt wurde. Seit einiger Zeit spukt ihm außerdem ein Gedicht von Schiller im Kopf herum: Die Bürgschaft. Das bringt ihm auch seinen Spitznamen Schilly-Billy ein. Als sein Freund Ömer beginnt, die alten Reime mit seinen Beatboxeinlagen zu untermalen und sein Klassenkamerad Andrej witzige Bilder dazu malt, hat Billy eine Idee: die Teilnahme am Superstar - Wettbewerb seiner Schule. Insgeheim träumt er schon lange davon, berühmt zu werden. Dabei denkt er auch an Jenny, in die er ein bisschen verliebt ist, er möchte ihr gern imponieren. Die Erzählung von Heidemarie Brosch orientiert sich an der Lebenswelt und den Träumen vieler Jugendlicher, die nur zu gern auf einer Bühne stehen und damit berühmt werden möchten. Die spannungsreiche Handlung wird in einer an der Jugendsprache orientierten Sprache erzählt.

 

Die Reihe light wendet sich an leseschwächere Jugendliche. Schilly-Billy Superstar eignet sich tatsächlich mit seiner  altersgemäß ausgestalteten Handlung und den verschiedenen Problemfeldern (Pubertät, Freunde, Familie), die in dem Buch angesprochen werden, für Schülerinnen und Schüler der Sek 1.

Die Figuren sind lebendig und lebensnah gezeichnet und agieren in einem überschaubaren Rahmen von Raum und Zeit. Die Geschichte wird im Präsens erzählt. Die Person Billy zieht den Leser sofort in den Text hinein und eignet sich mit seinen Stärken und Schwächen als Identifikationsfigur.

Mit 135 Seiten ist der Textumfang überschaubar, Schriftgröße und Druckbild lesen sich angenehm. Illustrationen und gestaltete Schriftelemente veranschaulichen den Buchinhalt.

Zusätzlich sind die Zeilen in Fünfer-Schritten nummeriert. Zeilenlänge und Sinnstrukturen des Textes sind angepasst  und unterstützen das Lesen für Schüler mit geringer sprachlicher Merkfähigkeit.

Für das Verständnis des Textes und die Freude am Lesen ist es wesentlich, dass

  • die Umgangssprache und die Jugendsprache der handelnden Personen
  • das gebrochene Deutsch bei Migranten mit ungewohnter Wortstellung
  • die rhetorischen Figuren und
  • Situationskomik und Parodie

 

verstanden werden. Deshalb müssen hörgeschädigte Schüler mit einer geringen Deutschkompetenz unterstützt werden. So sollte vor Einsatz des Buches in einer Klasse geprüft werden, wie der sehr ansprechende Text bearbeitet werden kann. Viele Anregungen bietet dazu das unten genannte Begleitmaterial.


Begleitmaterial: Schilly-Billy Superstar

Diese Materialien bieten zahlreiche inhaltliche und sprachpraktische Übungen zum gesamten Lesetext. Das Heft gliedert sich nach den 18 Kapiteln des Buches in Gruppen von je 3 Kapiteln (1-3, 4- 6, 7- 9, 10- 12, 13- 15 und 16-18).

Dabei werden zunächst in jedem Abschnitt Aspekte des Leseverstehens berücksichtigt.

Alle Kopiervorlagen sind mit Symbolen gekennzeichnet, die den Schwerpunkt des Arbeitsblattes symbolisieren:

  • Zur Lektüre
  • Literaturwissen
  • Umgang mit Sprache
  • Rund ums Rampenlicht

 

Außerdem sind Aufgaben für alle Schüler und Aufgaben für schnellere oder leistungsstärkere gekennzeichnet.

Das Material bietet sehr gut strukturierte Arbeitsmaterialien mit ansprechenden Anregungen zu kreativen Aufgaben und zur Differenzierung.

Für hörgeschädigte Schüler wäre eine Übersicht über alle agierenden Personen sicher noch  hilfreich. Außerdem sollte ausreichend Zeit zur Bearbeitung aller nötigen Arbeitsschritte eingeplant werden, da viele Themen für diese Schüler ein breites Übungsfeld bieten.

 

Hamburg, im November 2013
Angela Kühmel

Zurück