Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

SignLibrary

 

Internetseite mit Literatur in Gebärdensprache

http://signlibrary.equalizent.com/

 

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„Das Ziel der SignLibrary ist es, gehörlosen Menschen den Zugang zur Literatur und kulturellem Wissen zu erleichtern, indem wir literarische Texte in Gebärdensprache übertragen. Auf der Online-Bibliothek stehen zur Zeit Werke in österreichischer, deutscher, ungarischer & slowenischer Gebärdensprache zum "Lesen" bereit.

Mitglieder der SignLibrary können zudem im Community-Bereich eigene Erzählungen, aber auch in Gebärdensprache übertragene Bücher uploaden. ….

Hilfestellungen und Tipps rund um die Übersetzung, Produktion und Postproduktion von SignLibrary-Videobüchern bieten hierzu die SignLibrary Guidelines in englischer Sprache. Abgeleitet wurden diese aus den Projekterfahrungen in den einzelnen Ländern.

 

Die SignLibrary richtet sich an

  • gehörlose Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Eltern, Familienangehörige und Freunde
  • Personen im Bereich der schulischen Bildung Gehörloser & des Gebärdensprach-Unterrichts
  • Menschen, die sich für Gebärdensprache interessieren bzw. diese erlernen"

(Eigenbeschreibung http://signlibrary.equalizent.com/ vom 06.07.2015)

 

Bis heute zugänglich sind folgende literarischen Texte

in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS):

  • Das kleine Ich bin Ich (Mira Lobe)
  • Die Verwandlung (Franz Kafka)
  • Und Nietzsche weinte (Irvin Yalom); Auszüge
  • Die Wunderlampe (Verein Kinderhände)
  • Der Bär, der ein Bär bleiben wollte

und in Deutscher Gebärdensprache (DGS):

  • Der Zauberlehrling (Johann Wolfgang von Goethe)
  • 5 Erzählungen aus 1001 Nacht (Anonym)
  • 7 Märchen der Brüder Grimm
  • Der Panther (Rainer Maria Rilke)
  • Faust (Nacherzählung Barbara Kindermann)

 

Die Gebärdensprachvideos lassen sich online anschauen oder herunterladen. Im Community-Bereich finden sich als Verlinkung mit YouTube bisher ca. zehn weitere Videos mit in verschiedenen Gebärdensprachen umgesetzten literarischen Texten.

Die Videos unterscheiden sich einerseits stark in der technischen Qualität, andererseits in der „Übersetzung“ bzw. der Art, wie gebärdet wird.

Für den Unterricht muss die jeweilige Lehrkraft selbst entscheiden, ob und wie sie eine solche Umsetzung in Gebärdensprache für ihren Unterricht nutzen will.

 

Erfurt, im Mai 2015

Dr. Renate Poppendieker

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