Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

Spielhaus

Bild des Spiels

Die spannende Bilderjagd vom Keller bis zum Dach

 
Illustration: Vera Brüggemann

 

Layout: Sigrid Hecker

 

Inhalt: Spielplan, 16 Zimmerkarten, 20 Bildkarten (= Ereigniskarten), vier Spielfiguren und ein Zahlenwürfel

 

Prolog, Therapie- und Lernmittel

ISBN: 4040555174005

 

www.prolog-shop.de

 

Preis: 29,95 €

 

 

Die 16 Zimmerkarten werden entweder nach Lust und Laune im Spielplan ausgelegt – so ergeben sich bei jedem Spiel wieder neue Varianten – oder entsprechend der Farbvorgabe an den Wänden oder Fußboden. Die Spieler/innen würfeln und setzen entsprechend ihre Spielfigur. Bei einer Sechs – oder als Variante – bei Erreichen eines roten Feldes – ziehen sie eine Ereigniskarte und suchen den darauf abgebildeten Gegenstand im Spielhaus. Bei Erfolg müssen sie auf das rote Feld der Zimmerkarte – vor oder zurück – ziehen. Gewonnen hat am Ende, wer genau das Gespensterfeld im Dachboden erreicht.

 

Während der Vorbereitung und Spielphase ergeben sich zahlreiche Gesprächsanlässe, die in jeder Sprache erfolgen können, in Deutsch genauso gut wie in Deutscher Gebärdensprache. So kann z.B. beim Auslegen der Zimmerkarten darüber gesprochen / gebärdet werden, wo welche Zimmer in der Regel sind. Warum legen wir das jetzt anders?

 

Die genaue Beobachtung wird durch die vielen Details in den Räumen und die Ereigniskarten im Spiel immanent angeregt. Viele Begrifflichkeiten können so „nebenbei“ erfragt und besprochen werden, eine spielerische Wortschatzarbeit ist möglich.

 

Die Bildgestaltung ist kindgerecht und interessant.

 

Die Spielregeln sind klar, gut zu verstehen und trotzdem variabel.

 

Im Vordergrund steht der Spielverlauf und nicht das Gewinnen.

 

Testspieler waren Schüler/innen einer 2. Klasse (gehörlos) mit stark unterschiedlichen sprachlichen Hintergründen. Beim Spielen war trotzdem ein gutes Gemeinschaftserlebnis möglich, da die Lebensrealität jedes Kindes aufgegriffen wird. Räume mit gleicher Funktion werden unterschiedlich ausgestattet und lassen so Rückschlüsse auf deren Bewohner / innen und deren Vorlieben zu, die ebenfalls besprochen werden können.

 

Den Kindern hat es Spaß gemacht! Der Lernhintergrund ist ihnen dabei nicht aufgefallen.

 

Dank an meine Kollegin Angelika Wiechel, die das Spielhaus in ihrer Lerngruppe ausprobiert hat und mir die Stichwörter für diese Stellungnahme geliefert hat.

 

 

Erfurt, im September 2011

 

Dr. Renate Poppendieker

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