Fachkommission Lehr- und Lernmittel für den Unterricht Hörgeschädigter an Schulen für Hörgeschädigte und an allgemeinen Schulen

Die Welt mit den Augen verstehen

 

Eine Sammlung der Erfahrungen von Gehörlosen, Schwerhörigen, CI- Trägern und von Eltern
zusammengestellt von Liane Boy und Uwe v. Stosch

Titelbild des Buches

 

6,50 €  zzgl. Versandkosten

 

Gib Zeit e.V.

Tel.: 02131/41128
Fax: 0201/ 757462

Die Sammlung umfasst ca. 40 Texte Hörgeschädigter bzw. Angehöriger. Die Texte sind vier Bereichen zugeordnet:

    • Berichte und Gedanken von Eltern gehörloser Kinder
    • Gehörlose Erwachsene - ihre Erfahrungen und Ansichten
    • Worte von Schwerhörigen über ihr Leben
    • Der Umgang mit dem Cochlear Implant

In die verschiedenen Bereiche führt jeweils ein kurzer Text (verfasst von den Herausgebern?) ein.

Die Intention der ersten beiden Kapitel ("Berichte und Gedanken von Eltern gehörloser Kinder" und "Gehörlose Erwachsene - ihre Erfahrungen und Ansichten") beschreiben die Herausgeber im Vorwort: "Die Berichte in diesem Buch aus dem Leben von Eltern gehörloser Kinder und von Gehörlosen wollen dem gegenwärtig verbreiteten düsteren Bild von der Gehörlosigkeit einige hellere Farbstriche beifügen".
Die Texte des dritten Kapitels ("Worte von Schwerhörigen über ihr Leben") wollen helfen, deren tatsächliche Lebenssituation ein wenig kennen zu lernen. Ausgangspunkt ist die These, dass ihre Lebenssituation fälschlicherweise von Hörenden als weniger dramatisch angesehen wird als die Gehörloser.
Das letzte Kapitel ("Der Umgang mit dem Cochlear Implant") soll "die Schwierigkeit der Entscheidungsfindung, wie der weitere Weg von Eltern mit ihrem Kind aussieht, die sich für die Implantation entschieden haben, beleuchten".

Zusammenfassend bleibt zu sagen: Wer sachlich-objektive Texte zur Lebenssituation von Menschen mit Hörschädigung und ihrer Familien sucht, sollte dieses Buch erst gar nicht zur Hand nehmen.
Ansonsten ist das Buch hervorragend zur Auseinandersetzung mit der Thematik "Hörschädigung und ihre Auswirkungen"  in der Ausbildung von Fachkräften und für die Elternberatung geeignet. Darüber hinaus können die Texte Grundlage für viele Themen des Unterrichtsfachs "Hörgeschädigtenkunde" sein.

Essen, im September 2007

Karl Salber-Correia

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